Stecknadel1Was wir fordern...
- Schaffung einer Gemeinsamen Schule aller schulpflichtigen SchülerInnen
- Universitäre Ausbildung für alle pädagogischen Berufe
- Zukunftschancen für junge LehrerInnen
Stecknadel1Was wir bieten...
- bildungspolitische Informations- und Diskussionsveranstaltungen
- JunglehrerInnenseminare, Reisen, Kochkurse, etc.
- Medien wie "Lehrerstimme", "SLÖ aktuell", Flyer, uam.

 

Wir stehen für eine offene, demokratische und humane Schule, deren Ziel es auch sein muss, die Bereitschaft für lebensbegleitendes Lernen zu wecken.

 

Wiener Gewerkschaftsfraktion setzt erste Maßnahme: Eine Petition von 2500 besorgten Wiener Lehrer/innen an Minister Faßmann wurde überreicht.

Wien (OTS) - „Die Regierung hat eine Initiative ins Parlament eingebracht, ohne mit den Schulpartnern im Vorfeld darüber Gespräche zu führen. Und so schauen die neuen Projekte auch aus“, erklärt Thomas Bulant, Lehrer, Gewerkschafter und SLÖ-Vorsitzender. „Den vernichtenden Kritiken im Begutachtungsprozess folgte heute beim Expertenhearing eine Absage an die Regierungsprojekte aus sprachwissenschaftlicher und schulorganisatorischer Sicht. Die türkise ÖVP hat aber wie beim Rauchverbot in der Gastronomie mit Mehrheit besiegelt: Nicht die Menschen in den Schulen, sondern der Koalitionspartner FPÖ muss Recht bekommen.“ Thomas Bulant erwartet nun Reaktionen der Elternvereine, der Personalvertretung und Gewerkschaft, die in einer konstruktiven Begutachtung bereits eine Nachdenkpause von einem Jahr gefordert hat.

Als erste Protestmaßnahme übermittelte Karin Medits-Steiner, Personalvertreterin der Wiener Landeslehrer/innen, und Thomas Bulant heute dem Ministerium 2500 Unterschriften Wiener Lehrkräfte. In deren Petition beklagen sie die Streichung von Sprachförderlehrer/innen, Schulsozialarbeiter/innen und interkulturellen Teams. Damit Integration in den besonders belasteten Klassen der Ballungsräume gelingen könne, seien unter anderem zusätzliche Ressourcen für Integrationsmaßnahmen und Doppelbesetzungen in Volksschulklassen notwendig. „Durch das neue Sprachfördersystem wird genau das Gegenteil von Integration und Spracherwerb erreicht. Oder wo liegt in Deutschförderklassen mit bis zu 25 Kindern, in der Reduktion des Personals um fast 50 % und in der Stundenkürzung bei Förderkursen eine Effizienzsteigerung?“, fragt Bulant.

Zur Neuregelung des Schulschwänz-Paragraphen meint Bulant: „Wenn Pflichtschüler der Schule ferne bleiben, tun sie das zumeist entschuldigt. Nicht sozial oder psychisch bedingte Schulverweigerer, sondern jene Schüler, die aufgrund günstigerer Flüge und Urlaubsangebote in der Nebensaison, religiöser Feste oder der Verlängerung von Ferien im Unterricht fehlen und im Nachhinein aus gesundheitlichen Gründen entschuldigt werden, führen die Schulpflicht ad absurdum. Dieses entschuldigte Fehlen war mit den bisherigen Maßnahmen nicht in den Griff zu bekommen. Die nun geplante zwingende Strafanzeige nach drei Tagen unentschuldigter Absenz wird daran nichts ändern. Kopfweh, Zahnschmerzen und Übelkeit werden zunehmen.“  Bulant abschließend: „Wenn ich nun unabhängig von der Ursache nach drei Tagen den Strafantrag stellen muss, ist kein soziales oder psychisches Problem eines Schülers gelöst, mir als Lehrer aber eine bürokratische Mehrarbeit über neun Jahre sicher. Den Schulen wird die bisherige Autonomie genommen, Fristen und Maßnahmen auf den individuellen Fall abzustimmen.“

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MMag. Dr. Thomas Bulant
Vorsitzender des SLÖ
Löwelstraße 18, 1010 Wien
Vorsitzender der FSG in der PflichtschullehrerInnengewerkschaft
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Lehrerstimme 05 18 Titel

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Wien (OTS) - Bildungsminister Heinz Faßmann hält auch nach der Begutachtung an seinem Gesetzesentwurf zur Einführung von Deutschförderklassen fest. Der Vorschlag der Gewerkschaft der Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer, Veränderungen in der Deutschförderung erst dann zu implementieren, wenn alle offenen Fragen geklärt sind, findet keine Berücksichtigung.

"Ich habe in der Pressekonferenz von Minister Faßmann nichts über die wissenschaftlichen Grundlagen des geplanten Systemwechsels in der Sprachförderung gehört. Auch die Autonomie der Schulpartner scheint kein Thema mehr zu sein", klagt Thomas Bulant, Lehrer, Gewerkschafter und SLÖ-Vorsitzender.

"Die Nichtbeachtung der gewerkschaftlichen Bedenken werte ich als Verstoß gegen die Sozialpartnerschaft. Verhandlungen zwischen dem Ministerium und der Interessenvertretung sind unabdingbar."

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SL warnt vor Einfuehrung Deutschklassen

Bulant: „Schulen sind zu wertvoll für ein türkis-blaues Prestigeprojekt.“

Wien (OTS) - „Dem Gesetzesentwurf zu den Deutschförderklassen ist zu entnehmen, dass alle Volksschulkinder betroffen sein werden. Bereits gebildete Klassen und seit einem Jahr bestehende Klassengemeinschaften sollen zerrissen werden, die funktionierenden aktuellen Fördermaßnahmen werden ohne Evaluierung in Frage gestellt und unsere Schulleitungen werden vor unlösbare Aufgaben gestellt“, warnt Thomas Bulant, Lehrer, Gewerkschafter und SLÖ-Vorsitzender.

„Die Vorarbeiten für eine Umstellung in der Sprachförderung wurden durch das Bildungsministerium nicht geleistet. Eine Belastungswelle für Schulleiter/innen und Lehrer/innen zu Schulbeginn droht. Minister Faßmann soll nicht die Wünsche von HC Strache erfüllen, sondern auf die Expertinnen und Experten an den Schulen hören und autonome Lösungen zulassen.“

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